Get to know Dr. Sven von Alemann!

 

Sven ist Geschäftsführer des Legal Tech Startups Rfrnz. Mit dem KI-basiertem intelligentem Vertragsanalysesystem können relevante Informationen in Verträgen und Dokumenten wie Themen, Klauseln oder Einzeldaten automatisch erkannt und extrahiert werden. Durch Machine Learning und Natural Language Processing tragen Sven und sein Team dazu bei, dass die Prüfung von vielen oder wiederkehrenden Verträgen für Anwälte und Unternehmen effektiver und ressourcenschonender durchgeführt werden kann.

 

MLTech: Deine Berufsweg hat dich zuerst zu einer Großkanzlei und die Rechtsabteilungen von Unternehmen geführt. Was hat dich dazu verleitet schließlich ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Sven: Mich hat neben der juristischen Komponente immer auch die geschäftliche Dimension von Entscheidungen interessiert. Daher der Weg von der Großkanzlei in die Rechtsabteilung und auch der berufsbegleitende MBA. Irgendwann war es dann die logische Entscheidung, noch einen Schritt weiter zu gehen und auch ein eigenes Unternehmen zu gründen. Hier können wir in vielen Dingen die grundlegenden Entscheidungen selbst treffen und viel gestalten.

 

MLTech: Was würdest du rückblickend anders machen?

Sven: Es gibt immer viele Dinge, die man im Nachhinein anders machen kann. Aber grundsätzlich bin ich mit meinem Weg sehr zufrieden und würde ihn nochmal gehen.

 

MLTech: Auf welches Feature/welche Fähigkeit eures Tools bist du besonders stolz?

Sven: Ich bin immer noch fasziniert, dass unser Tool relevante Informationen und somit juristische Konzepte selbst verstehen und finden kann. Dass Tätigkeiten, für die ein/e Jurist*in viele Stunden Arbeit braucht, in einem Bruchteil dieser Zeit erledigt wird, macht uns stolz und wir sehen einen unmittelbaren Nutzen zum Beispiel in Due Diligences oder bei der Prüfung von widerkehrenden Standardverträgen.

 

MLTech: Was entgegnest du auf an der Zuverlässigkeit von Legal Tech Tools vorgebrachten Zweifeln?

Sven: Ich denke, man muss mit der richtigen Erwartung herangehen, was ein Legal Tech Tool leisten soll. Soll es den Anwalt und dessen Tätigkeit eins zu eins ersetzen? Sicherlich nicht. Aber es kann Anwält*innen besser machen, indem Aufgaben automatisiert werden, die ein menschlicher Experte nicht machen muss. Richtig angewandt ist die Zuverlässigkeit daher kein Thema.

 

MLTech: Welcher Teil deiner Arbeit macht dir am meisten Spaß?

Sven: Da gibt es so viel. Die Arbeit mit dem Team ist super spannend, wenn man gemeinsam viele verschiedene Blickwinkel zu einem Ganzen fügt. Eine eher konservative Branche wie unsere bei dem Weg in die Digitalisierung zu unterstützen und unseren Beitrag dazu zu leisten, macht unglaublich viel Spaß.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Sven!


Über den Autor

Maximilian Aufhauser
Maxi studiert in München Jura. Seit August 2019 ist er bei MLTech dabei und bringt begeistert seinen Organisationswahn ein. Nebenbei arbeitet er in der Rechtsabteilung der größten europäischen Forschungsgesellschaft und beschäftigt sich dort viel mit datenschutzrechtlichen Fragen. In seiner Freizeit echauffiert er sich gemeinsam mit Freunden leidenschaftlich über Logiklücken in Netflix-Serien, verköstigt skeptisch seine neuesten Koch/Backexperimente, engagiert sich in der Jugendarbeit und sitzt im ehrenamtlichen Gremium der Finanz- und Vermögensverwaltung der Pfarrei seines Heimatortes.

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