Nach vier ereignisreichen Tagen in Berlin treten wir – 14 Mitglieder von MLTech – wieder die Heimreise nach MĂŒnchen an. Im GepĂ€ck jede Menge neues Wissen, DenkanstĂ¶ĂŸe und schöne Erinnerungen an unterhaltsame Abende. 💃

Auf unserem Programm stand der Austausch mit den Playern der Legal Tech Szene: Start-Ups, Großkanzleien, Politik und UniversitĂ€ten.

 

Lawlift

Gestartet sind wir bei dem Start-Up Lawlift. Dieses bietet eine automatisierte, musterbasierte Dokument-Erstellung an, um den Arbeitsalltag eines Anwalts effizienter zu gestalten. Anders als vorherige Programme kann die Software von Lawlift ohne Programmierkenntnisse von jedem Anwalt bedient werden. Das Spannende dabei: Arbeiten, die zuvor Tage gedauert haben, dauern nur noch Minuten oder Stunden.

Wir selbst konnten bei unserem Treffen ĂŒber einen Entscheidungsbaum vertragliche AGB erstellen.  Auch wurde uns von den Erfahrungen der GrĂŒndung eines Start-Ups aus einer ‚klassischen‘ Kanzlei heraus berichtet, sowie von kommenden Neuerungen erzĂ€hlt.

 

Flightright

Schon mal ĂŒber FlugverspĂ€tungen dumm und dĂ€mlich geĂ€rgert? Dann wird dir unser nĂ€chster Stopp –  Flightright – bestimmt etwas sagen. Mitten in deren RĂ€umlichkeiten voller Start-Up Vibes wurde uns ein Blick hinter die Kulissen gewĂ€hrt. Das System von Flightright checkt automatisiert zahlreiche Flugg

astansprĂŒche von Verbrauchern gegen Airlines. Durch die Automatisierung konnte ein zuvor nicht erschlossener Markt bedient werden. Wir haben mit Hilfe von Beispielen gelernt, dass das System Regeln des Rechts in Programmierlogik umsetzt und mithilfe des Zugriffs auf Datenbanken skalierbares Arbeiten ermöglicht.

 

Bundestag

Mein persönliches Highlight unseres Trips war das Treffen im Bundestag mit Mitgliedern des „Arbeitskreis Zukunft der Arbeit“ und der anschließenden FĂŒhrung durch den Bundestag mit exklusiven Einblicken. Wir durften beispielsweise einen Blick in die Bundestagsbibliothek und die Turnhalle des Bundestags werfen.

Das Treffen mit Mitgliedern des Arbeitskreises ermöglichte einen Austausch zwischen (ehemaligen) Jura, Tech, VWL und BWL Studenten zu den Herausforderungen der Digitalisierung und möglichen LösungsansÀtzen.

Zum Beispiel könnte eine staatliche Online-Lernplattform geschaffen werden, die eine kostenlose Weiterbildung fĂŒr jeden BĂŒrger ermöglicht (MILLA). Sozusagen ein attraktives „Netflix fĂŒrs Online-Lernen“. Zur Digitalisierung in den staatlichen Verwaltungsstrukturen sollen, wie in der freien Wirtschaft, digitale Hubs geschaffen werden.

 

Bundesministerium fĂŒr Justiz und Verbraucherschutz

Im Anschluss an die BundestagsfĂŒhrung trafen wir uns mit einem Vertreter der Datenethikkommision im Bundesministerium fĂŒr Justiz und Verbraucherschutz. Das Treffen brachte viele DenkanstĂ¶ĂŸe mit sich: Wer darf welche Daten, von wem, zu welchen Zwecken nutzen? Welches sind personenbezogene Daten? Darf der Preis eines Fluges fĂŒr eine Person erhöht werden, dessen Vater gerade gestorben ist und der zur Beerdigung fliegen möchte? Sollen Unternehmen dazu verpflichtet werden ihre Daten mit allen zu teilen, um das allgemeine Gemeinwohl zu fördern?

Viele Spannende Fragen mit denen sich die Datenethikkommision beschĂ€ftigt und auf Basis derer diese Handlungsempfehlungen und Regulierungsmöglichkeiten fĂŒr die Bundesregierung entwickelt.

 

Die im Justizministerium ausgestellte Kunstausstellung „Open Codes – Leben in digitalen Welten“ sorgte fĂŒr allgemeine Begeisterung. So fĂŒhrte zum Beispiel ein Gesichtsscanner, der das Geschlecht und Alter der davorstehenden Person schĂ€tzt, fĂŒr den ein oder anderen Lacher, als ich auf 5 Jahre geschĂ€tzt wurde. đŸ‘¶Â Immerhin lag er bei meinem Geschlecht richtig. 😾 Eine Software hingegen, die erfasst bei welchen WLAN Routern die Handys in der Umgebung zuletzt online waren, sorgten fĂŒr gleichzeitiges Erstaunen und Beunruhigung unter uns.

 

Law Clinic / Legal Tech HU

Das gemeinsamen Treffen von MLTech und der Legal Tech Gruppe und der Law Clinic an der HU Berlin schaffte die Möglichkeit sich ĂŒber aktuelle, zukĂŒnftige und gemeinsame Projekte auszutauschen.

Hauptthema war die Entwicklung und Programmierung eines seeehr coolen Tools (open-decision.org), ĂŒber das wir sicher noch an anderer Stelle berichten werden!

Es hat uns wirklich gefreut, dass auch andere Standorte in Deutschland im Rahmen der Legal-Tech-Ausbildung richtig Gas geben! Shoutout hier auch an die sehr engagierte Jolanda und ihren Blog!

 

This is Legal Design / HPI

Unsere letzte Station fĂŒhrte uns nach Potsdam, wo wir von „This is Legal Design“ auf dem Campus des HPI empfangen wurden und wo wir einen klasse Workshop mitmachen konnten. Hier möchte ich aber nicht vorweg greifen; kleine Sneak Preview schon mal: DarĂŒber wird sich einer unserer nĂ€chsten BeitrĂ€ge drehen!

 

An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an alle, die uns dieses hervorragende Programm möglich gemacht haben! 🐙

 

Nadine fĂŒr MLTech

 

 

Kategorien: Allgemein

Über den Autor

Nadine Fandrich
Nadine studiert Jura im 2. Semester an der LMU und ist seit Beginn ihres Studiums bei MLTech engagiert. Im Zuge ihres dualen Studiums BWL-Bank konnte sie bereits Erfahrungen in der Digitalisierung des Bankensektors sammeln, die sie jetzt mit Enthusiasmus bei MLTech einbringt. Nadine unternimmt viel mit Freunden, fĂ€hrt leidenschaftlich Katamaran und reist gerne. Ihre letzte große Reise ging von Guatemala bis ĂŒber Mexiko nach Panama.

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