Sehr geehrte Leserschaft, hi Nerds!

 

Um euch nicht im herbstlich grauen Wetter stehen zu lassen, geht es pünktlich zum Wintersemester auch mit dem MLTech Blog wieder weiter! 🤩

 

Die letzten Wochen und Monate waren für die Szene meines Erachtens doch recht ereignisreich; ich persönlich habe das Gefühl, als ob der Legal Tech Hype endlich voll in der Realität angekommen ist.

Das zeigt sich nicht nur daran, dass Personen im Rahmen der Übergabe von Examenszeugnissen technisch erschreckend schlecht recherchierte Reden über die Gefahr „künstlicher Intelligenzen“ für den juristischen Berufsstand schwingen (fyi: dazu gibt es übrigens online wirklich gute Vorlesungen),  sondern insbesondere an dem thematischen Umgang in den Fachbereichen:

 

  • Universitäten haben sich mit der Schnittstelle aus Recht und Technik auseinandergesetzt und sich zu merklichen Teilen zu einer Übernahme in das Ausbildungsprogramm entschieden;
  • Beinahe alle größeren Kanzleien betreiben Inkubatoren oder Akzeleratoren, um die eigene Kompatibilität mit modernen Technologien zu prüfen (und den Mandanten das Gefühl zu vermitteln, nicht abgehängt zu werden);
  • Es gibt hierzulande nicht nur Legal-Tech Start-Ups, sondern auch ernstzunehmende Unternehmen; das Modell der Digital-Kanzlei ist keine Utopie, sondern wird zu leben versucht;
  • Gesetzliche Anpassungen werden medial kontrovers diskutiert;
  • Und es ergehen richtungsweisende Gerichtsentscheidungen oder sie stehen unmittelbar bevor.

 

0. Der Auftrag

Das sorgt natürlich dafür, dass man sich als Legal-Tech-Verein hinterfragen muss: Was können wir in dieser Nach-Hype-Welt bewegen? Wo können wir aktuell beitragen, mitbauen?

Zwei Punkte erscheinen mir erwähnenswert: Netzwerk und Information.

Aufgrund unserer Mitgliederstärke und Heterogenität sind wir auf fast allen Messen, Vorträgen, Hackathons, Seminaren etc. vertreten. Und wenn wir MLTechies es nicht sind, dann sind es unsere Freunde von den anderen Vereinen oder Gruppen (hi Legal Tech Lab Frankfurt, hi recode.law aus Münster und all die anderen!) und wir quatschen untereinander. Das teilen wir mit euch. Hier.

Und beinahe jeder von uns hat inzwischen praktische Erfahrungen sammeln können; sei es Coden an der Uni, die Großkanzlei mit ihrer fancy NLP-Anwendung, die Boutique mit ihrem Mandanten-Aquise-Tool, der nette Anwalt um’s Eck mit seinen Newsletter-Templates oder Kicker und Bier in einem Startup, das (halblegal) automatisiert Verträge erstellt. We got you covered! Und damit ihr den Anschluss nicht verliert, berichten wir über ein paar Highlights.

Hier noch ein kurzer Ausblick über Beiträge, die hier parallel dazu im Laufe des Semesters erscheinen sollen (und am Ende noch ein bisschen Werbung in eigener Sache):

 

 

1. MLTech

Auch in diesem Semester gibt es die wichtigsten Vereins-News wieder hier zuerst… (neben Insta, Facebook und Twitter, versteht sich 😉 )

So möchten sich beispielsweise unsere neuen Vorstände um Alexander und Sofian kommende Woche bei euch vorstellen, und gleich die Chance nutzen, mal ein bisschen über Legal Tech, Erwartungen und Pläne zu quatschen.

 

 

2. Events

Nachdem wir auch dieses Semester wieder mega Sponsoren haben (huhu Clifford Chance, Baker McKenzie und 42dbs 👋), werden wir es uns nicht nehmen lassen, hier ausführlich über unsere Kooperations-Veranstaltungen zu berichten.

Schon vergangenes Wochenende waren wir bei unseren Freunden von 42dbs, und hatten einen hands-on Workshop mit deren mega Software Shakespeare. Aber davon wird euch Jonas die Tage mehr erzählen…

 

 

3. Fachbeiträge

Die MLTechies lieben ihren Fachbereich, und werden – wie auch schon im vergangenen Semester – ihre Fortschritte und ihr Wissen hier mit der Community teilen.

So startet etwa in unserer Coding-Gruppe die Tage eine neue Einheit (Interessenten können sich  hier melden, the more the merrier), von der wir berichten werden; und Clemens wird sein Fachwissen zu Blockchain-Technologien hier teilen.

Auch stehen einige interessante Urteile an (wenigermiete.de) bzw. wurden eben gefällt (smartlaw). So was wollen wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen… 😄

 

4. Gastautoren

Ende vergangenen Semesters haben wir es schon einmal versucht, und es hat funktioniert.🚀 Jetzt wollen wir das Konzept der Gastbeiträge verfestigen; dafür haben wir jetzt schon Ferdinand Hohenleitner geschnappt, der uns Ende des Jahres aus seinem Promotionsbereich zum autonomen Fahren berichten wird.

 

 

~ Werbung ~

So, jetzt noch kurz Werbung in eigener Sache: Im Wintersemester bietet das Rechtsinformatikzentrum der LMU einen neuen Kurs namens Ri 1: Grundlagen IT & Recht an.

Dieser Kurs beschäftigt sich mit der grundlegenden Funktionalität von Hard- und Software, und spannt im Anschluss den Bogen zum juristischen Bereich. Zum Ende des Kurses werden Konzepte wie Blockchain und AI für Juristen verständlich erklärt.

Ziel ist es, grundlegende Informationen für den Legal Tech Bereich zu vermitteln, um jungen Studierenden die Chance zu geben, dort Fuß fassen zu können ohne, dass sie schon parallel seit 10 Jahren coden geübt haben müssen und ohne, dass man sich unnötig lang durch den Buzzword-Jungle schlagen muss.

 

Edit: Schlechte Nachricht: Der Kurs war innerhalb von zwei Tagen ausgebucht. Gute Nachricht: Es sieht so aus, als ob wir noch einen bis zwei weitere solche Kurse parallel anbieten können, wenn genug Nachfrage besteht.

Daher meine herzliche Einladung an alle Interessierten, sich über den Link oben für den Kurs anzumelden!

 

Cheers und auf ein großartiges Semester,

Sebastian für MLTech

Kategorien: Allgemein

Über den Autor

Sebastian Nagl
Sebastian ist Dozent in den Bereichen Legal Tech und IT-Recht an der LMU, und eine Art MLTech-Urgestein. So unterstützte er den Verein frühzeitig als Head of Privacy / DPO und Projektmanager; aktuell betreut er den MLTech-Blog. Wenn er gerade nicht lehrt oder für den Verein unterwegs ist, findet man ihn entweder in einer großen Wirtschaftskanzlei, an seinem Notebook, oder in den Bergen.

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